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Samsung SGH-D410

Mit dem Kamerahandy D410 stellt Samsung erstmals ein Slider-Handy auf den deutschen Markt vor. Ob Samsungs Designspielerei auch praktische Seiten hat, wer weis.
Samsungspezialität sind solide Handys in schicker Hülle. Auch das D410 beeindruckt durch die gute Verarbeitung mit ein 262.144 Farbendisplay.

Ausstattung
All folgende, dem Samsungfan wohl vertrauten Features finden sich im D410. Neben VGA-Cam, üppiges MMS-Angebot, Aufnahme kleiner Videos im JPEG-Format, klangvolle Rufmelodien gibt es hier sogar noch einen E-Mail-Client.



Videokamera
Das D410 schießt insgesamt schnappschusstaugliche Fotos im VGA-Format 640 x 480 Pixel und Sie können etwa 30 Sekunden lange und vertonte Videoclips mit einer Auflösung von maximal 176 x 160 Bildpunkten drehen.

Zum speichern der Videos verwendet Samsung das Motion-JPEG-Format (M-JPEG). Es erlaubt zwar eine recht ansprechende Qualität, aber dafür sind die Filme relativ groß
und so bringt ein halb Minuten Video auf etwa 970 Kilobyte Speicher.
Auch wenn der Film kleiner wäre, lässt er sich nicht per MMS versenden, weil Multimedia-Messaging das M-JPEG-Format nicht unterstützt. Weder über den e-Mail Client noch Infrarot bekommen Sie die Filme aus dem Handy. Zudem passen in den drei Megabyte (Mbyte) großen Videospeicher gerade mal drei Filme in voller Länge. Bis ein 30 Sekundenclip im Handy gespeichert war, vergingen ca. 25 Sekunden. Das Abspeichern der Fotos klappte dagegen zügig, sie lassen sich zudem problemlos inklusive Sprachmemos über MMS oder e-Mail verschicken und empfangen.

Speicher
Zehn Mbyte Speicher stecken im D410. Der Speicherplatz lässt sich nicht dynamisch verwalten, was gerade beim Multimediaangebot Nachteile bringt. Es sind für Fotos und Videos jeweils nur die bereits angegebenen drei Mbyte reserviert. Für MMS und e-Mails je ein Mbyte und für die herunter geladenen Java-Anwendungen müssen 850 Kilobyte ausreichen.
Sonstige Funktionen
Über das Adressbuch des D410 lassen sich 1.000 Namen verwalten und die problemlos per Infrarot als vCards, also im Outlook-Format, direkt mit dem PC ausgetauscht werden können. Zudem zählt jedes Detail als einzelner Eintrag und ein Kontakt mit zwei Rufnummern und einer e-Mail Adresse belegt somit schon drei Speicherplätze. Auch die Terminverwaltung konnte nicht überzeugen, und der Kalender bietet keine vernünftige Tagesansicht. Fehlende Features, wie Profile, Sprachwahl und Sprachsteuerung wirken sich Nachteilig aus. Und wer das D410 etwa als GPRS Modem per Infrarot einsetzen oder Fotos mit dem Rechner austauschen will, muss sich die Software erst herunterladen.



Praxis

Das Display des D410 ist ein echter Knüller, auch sonst macht das Handy auf den ersten Blick einen ordentlichen Eindruck, aber beim genauen Hinsehen erweist sich allerdings manches Detail des D410 als verbesserungswürdig.
Maße, Display und Akku
Mit Abmaße von 115,5 x 50 x 24,5 Millimeter, 116 Gramm gehört das D410 nicht zu den Mini-Phones, zumal Samsung nicht auf eine weit abstehende Antenne verzichtet hat. Das Handy liegt insgesamt angenehm in der Hand. Guten Eindruck macht das Aktivdisplay (TFD) des D410 und ist mit 32 x 40 Millimetern recht groß, bietet aber eine gute Auflösung von 176 x 220 Pixel und stellt bis zu 262.144 Farben dar. Im zusammen geschoben Zustand bleibt die Anzeige komplett dunkel und es zeigt kein Foto, keine Uhrzeit und auch keinen Displayschoner an.


Bei einem Dauergespräch hielt das D410 5 Stunden und 15 Minuten durch. Die vom Hersteller genannte Stand-by-Zeit von maximal 250 Stunden ist zwar nur Mittelmaß, lässt sich mit dem Zweitakku im Paket aber gut verschmerzen.
Verarbeitung, Tastatur
Seine Verarbeitungsqualität beeindruckt. Der Slider-Mechanismus schnappt in den beiden Sollpositionen „Auf“ und „Zu“ so elegant ein, dass es eine wahre Freude ist, vor allem im Vergleich zu den Slider-Alternativen. Zum Schieben brauchen die Nutzer so wenig Kraft, dass sich das Handy problemlos mit einer Hand öffnen und schließen lässt.

Ebenfalls einen guten Eindruck hinterlässt die Tastatur, wobei die oberste Tastenreihe etwas knapp unter dem hochgeschobenen Handyoberteil sitzt.


Bedienung
Das Display sorgt dafür, dass der Nutzer komfortabel durch die Menüs navigieren kann und die Grafiken illustrieren die Menüpunkte gut. Über die Vier-Wege-Taste des D410 lassen sich zudem wichtige, allerdings vom Hersteller festgelegte Funktionen direkt aus dem Stand-by-Modus ansteuern.

Die wechselnde Belegung der Softkeys ist etwas verwirrend, denn manchmal geht es beim D410 mit der rechten Taste einen Schritt zurück, manchmal muss dafür die „c“ Taste gedrückt werden. Nach einer Einarbeitungszeit kommt der Nutzer auch damit zu Recht.

Akustik
Nur einen mittelmäßigen Eindruck hinterließ das D410 beim Telefonieren, da die Klangqualität, noch die Verständlichkeit überzeugten und die Stimmübertragung der Gesprächspartner ist zu leise. Dazu störte in der Leitung ein permanentes Rauschen. Beim Gegensprechen gab es äußerst wenige Aussetzer und Echoeffekte waren beim D410 ebenfalls nicht zu hören.
Ergebnis
Samsungs Slider-Premiere D410 beeindruckt insbesondere mit einem brillanten Display und der hervorragenden Verarbeitung.

Der Slider-Mechanismus des D410 überzeugt auf der ganzen Linie und ist Konkurrenten deutlich überlegen. Mit einer integrierten Antenne und etwas mehr Platz für die obere Tastenreihe, gäbe es eigentlich nichts zu meckern. Überzeugen konnte das D410 auch im Akkutest. Mit der Menüführung kommt der Nutzer nach einer gewissen Gewöhnungszeit ebenfalls zu Recht.

Das D410 bietet gute Kamera- und Video-Funktionen. Benutzt aber für das Speichern der Filme ein nicht für MMS geeignete M-JPEG-Format. Auch der e-Mail-Client hilft beim Filmversand nicht weiter und nützliche Features wie Profile oder Sprachwahl fehlen ebenfalls.

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