Ausstattung: Java und mehr Speicher
Mit integrierte VGA Cam, MMS, mehrstimmige Klingeltöne, Organizer, Triband hier gibt es keine Unterschiede zum Vorgänger myX-6. Im myV-65 findet der Nutzer jetzt Java und mehr Speicherplatz.
Multimedia
Man kann mit dem myV-65 per Java-Engine weitere Anwendungen oder Spiele problemlos herunterladen und sind nicht nur auf Vodafones Load-A-Game-Angebot angewiesen. Dieser Zusatz ist Sagem gleich mehr Speicher wert, etwa 4,4 statt der bisherigen 2,3 Megabyte. Auch wenn der Platz noch von Fotos, MMS, Klingeltönen, Telefonbuch- und Kalender-Daten genutzt wird.
In die verschiebbare Abdeckung der Kameralinse auf der Gehäuserückseite hat Sagem dem myV-65 einen kleinen Spiegel für Selbstportraits integriert.
Mit der myV-65 gibt es den gleichen Knipsspaß wie beim myx-6. Die Videocam schießt Bilder im PC-tauglichen VGA-Format (640 x 480 Pixel), über die Vier-Wege-Taste lässt sich die Belichtung regeln, und eine Selbstauslöserfunktion sowie ein Editor zur Bildnachbearbeitung fehlen auch nicht. Des weiteren funktioniert das Display als ganz brauchbarer Sucher. Die geknipsten Bilder bieten die bekannte Schnappschuss-Qualität. Sie lassen sich problemlos per MMS an ein anderes Multimediahandy oder an eine E-Mail-Adresse verschicken oder direkt per Infrarot aufs Notebook überspielen.
Telefon- und Datenfunktionen
Mit integrierter Freisprecher, Telefonbuch, rufnummernspezifische Anrufsignalisierung per Bild, Gruppenfunktion, Organizer, GPRS, Triband-Funktion alles das finden Sie auch beim myV-65. Auch ist das Handy als Modem einsetzbar und dank der mitgelieferten Software funktionierte das über Infrarot einwandfrei. Aber die Desktopbesitzer müssen sich das notwendige Datenkabel noch extra besorgen.
Sagem verzichtet weiterhin auf Profile, Sprachwahl, Sprachsteuerung und E-Mails lassen sich nur über das kostenpflichtige Vodafone-live-Angebot austauschen. Ebenfalls bietet das myV-65 den Datenabgleich mit Outlook & Co nicht. So lässt sich mit der Software etwa das Telefonbuch nur auf dem PC bearbeiten und aufs Handy übertragen oder umgekehrt.
Ganz auf Vodafone eingestellt
Auf Wunsch von Vodafone wurde das Design des myv-65 angepasst, sollte auch an der Verarbeitung Hand angelegt, denn die überzeugte beim Vorgänger wenig.
Eckdaten
Mit 106 Gramm, 109,5 x 46 x 22 Millimeter, trotz Änderungen im Outfit unterscheiden sich die Maße des myV-65 kaum vom myX-6. Das bunte Display bietet zudem mit 31 x 39,5 Millimetern (128 x 160 Pixel) weiterhin reichlich Platz für Fotos und Texte. Aber die Hintergrundbeleuchtung beim myV-65 ist zu dunkel.
Die Angaben von ca. 300 Stunden Stand-by oder 4 Stunden und 40 Minuten Sprechzeit sind identisch des myX-6. Ebenso der Akkutest, hielt bei einem Telefonat 4 Stunden und 30 Minuten, das ist gering mehr als sein Vorgänger.
Verarbeitung und Tastatur
Das myV-65 liegt gut in der Hand und fühlt sich im Vergleich zum myX-6 vor allem solider an. Hier hat Sagem doch einige Mängel des Vorgängers überarbeitet, alles passt genauer und nichts knirscht. Das Gehäusematerial des Franzosen macht immer noch keinen allzu hochwertigen Eindruck.
Beim Tastaturdesign wurde ebenfalls Modellpflege betrieben. Es wirkt insgesamt aufgeräumter. Jedoch sind die Tasten immer noch recht klein ausgefallen, liegen zu dicht beieinander und liefern keinen präzisen Druckpunkt.
Bedienung
Über den rechten Softkey unter dem Display geht es direkt aus dem Stand-by-Modus ins Vodafone-live-Angebot. Der linke Softkey ist fürs Fotografieren da. Anders als beim myX-6 lassen sich die Navi-Tasten nicht mit Funktionen frei belegen das führt zu Nachteilen.
Auch bei der Anordnung des Hauptmenüs hatte Vodafone den Hauptanteil, denn die einzelnen Menüs sind nicht wie beim myX-6 listenförmig angeordnet, sondern gitterartig als Icons. Zwar könnten die kleinen Bildchen etwas aussagekräftiger sein, aber der Nutzer kommt damit zurecht. Zumal beim Scrollen mit der Vier-Wege-Taste am unteren Display-Rand zu jedem Menü der passende Text erscheint. An die teils langen Funktionslisten, die sich hinter den einzelnen Menüs verstecken, muss sich der Nutzer erst gewöhnen, hier verliert man schnell mal den Überblick. Ansonsten bringt das Handbuch den Verirrten schnell wieder auf den richtigen Weg.
Akustik
Das myV-65 lieferte zwar insgesamt ein besseres Akustikergebnisse wie das myX-6, doch die Unterschiede sind sehr gering. Denn neben häufigen Aussetzern beim Gegensprechen moniert der Festnetzpartner weiterhin leichte Echoeffekte das gilt auch, wenn der ansonsten praxistaugliche Freisprecher genutzt wird. Dafür gab es kaum Störgeräusche, und die Lautstärke erwies sich als annehmbar.
Ergebnis
Der Hersteller hat mit wenig Aufwand schnell einen würdigen Nachfolger für das myX-6 entwickelt und den Preis dabei weiterhin klein gehalten.
Das myV-65 ist seinem Vorgänger nicht nur mit der Java-Engine und dem dickeren Speicher überlegen. Denn das neue Foto-Phone der Franzosen liefert auch eine etwas bessere Verarbeitung. Das gibt natürlich ein Plus gegenüber dem myX-6. Denn Features wie integrierte VGA-Cam, MMS, Triband und Infrarot sind auch weiterhin zu finden. Ebenso der Akkutest, der Überzeugte.
Für einen Platz in den obersten Plätzen reicht dieses jedoch nicht, trotz einer guten Note. Sagem hätte gut daran getan Profile und ein e-Mail Client einzubinden. Nachteilig wirkt sich auch Tastatur und Menüführung aus.
Insgesamt findet der Nutzer im myV-65 ein nettes Kameraphone, welches allerdings nur Vodafone-Kunden zur Auswahl steht. Der Netzbetreiber bietet das bereits für 1.- € mit Vertrag an, dafür ist das Modell schon zum Verkaufsstart ein Schnäppchen.