Erstes Klapphandy von Nokia setzt sich von der Konkurrenz ab. Eine Ausstattung die nur wenige bieten. Ein ganz besonderes Design wobei die Oberschale aus Kunstleder bezogen ist.
Nokia wollte vom Klappdesign in der Vergangenheit nichts wissen. Mittlerweile gelten Handys mit Scharnier längst als Standard wie bei Motorola und Samsung.
Auch in Sachen Form, bringt Nokia ein kantiges Format mit einem weichen Kunstlederbezug auf dem Markt.
Seine Aufmerksamkeit ist dem Hersteller damit auf jeden Fall gelungen aber sieh es in der Praxis aus. Was macht die Konkurrenz bei Klapphandys besser und warum das 7200 trotzdem locker in die Top Ten steht.
Ausstattung
Ab der gehobenen Mittelklasse, so laut Nokia, soll es an nichts mangeln und die Ausstattungsliste zeigt nur wenige Ausnahmen.
Funktionen
Mit dem 7200 stellt Nokia eine komfortable Telefonfunktionen mit Sprachwahl und Sprachsteuerung, einen Organizer mit Notizfunktion sowie umfangreiche Nachrichtenfunktionen zur Verfügung. Dazu kommen praktische Extras wie eine automatische Tastensperre mit Passwortschutz, das auch bei eingeschaltetem Handy vor Missbrauch schützt. Mit der Brieftaschenfunktion können Sie beispielsweise Kreditkarteninformationen sicher aufbewahren.
Für Unterhaltung sorgen neben drei Spielen eine Java-Engine, UKW-Radio, mehrstimmige Klingeltöne und natürlich eine Kamera mit Nachtmodus, diese erstellt Fotos in VGA-Auflösung (640 x 480 Pixel) und zeichnet kleine Videos (128 x 96 Pixel) von bis zu 50 Sekunden Länge samt Ton auf, allerdings etwas ruckelig.
Eine Software zum Download steht im Internet bereit, die für den direkten Datenaustausch mit dem PC und zur Synchronisation mit Microsoft Outlook oder Lotus Notes sorgt (PC-Suite). Zudem kann das 7200 mit einem echten Smartphone nicht mithalten. Da es sich nicht für den Einsatz in USA eignet. Wie bei allen anderen Nokia Modellen fehlt der Anschluss für eine externe Antenne und das Adressbuch sortierte die Outlookkontakte nur nach den Vornamen.
Datenfunktionen
Dem 7200 fehlen Bluetooth- und UMTS-Unterstützung sowie das Datenkabel welches nur optional erhältlich ist. Dennoch beherrscht kein Klapphandy derzeit mehr Datenfunktionen. Zu bieten hat das 7200, HSCSD und GPRS, Infrarot- und USB-Schnittstelle, einen WAP Browser (2.0) sowie Instant Messaging und Sync ML.
Für eine schnelle Datenübertragungen der EDGE-Unterstützung haben Sie in deutschen Netzen ebenso wenig wie von der Presence-Funktion, mit dieser können Sie mit einen Blick aufs Handy erkennen, ob Ihre Kollegen im Moment erreichbar sind. Diese beiden Dienste werden in Deutschland leider noch nicht angeboten.
Design
Wer die beiden Textilcover über dem Außendisplay und auf dem Akku in einem ordentlichen Zustand halten will, sollte das 7200 pfleglich behandeln, Nokia empfiehlt eine weiche Bürste, ein trockenes Tuch. Bei längerem Gebrauch hilft wohl nur der Kauf neuer Oberschalen.
Eckdaten
Das 7200 mit 115 Gramm Gewicht und 85,5 x 50,5 x 26 Millimeter ist es wesentlich dicker geraten als seine Konkurrenten im Klapp-Design. Das 96 x 36 Pixel kleine Außendisplay zeigt keine Farben. Die Mini Anzeige zeigt keine Fotos, da Sie Telefonbuch-Einträgen zugewiesen ist. Das Innendsisplay enteuscht, die TFT Anzeige wirkt mit ihren 27 x 27 Millimetern fasst etwas verloren und im Vergleich zu den großen hellen Displays von anderen Herstellern geradezu blass. Der Akkutest fiel bei knapp 2,5 Stunden Dauergespräch durchschnittlich aus.
Handhabung
Gut bedienen lassen sich die Zifferntasten aber die Fünf-Wege-Taste zur Steuerung ist hingegen nicht besonders gelungen. Beim Scrollen nach unten spürt man keinen klaren Druckpunkt, der Steg zwischen Ziffern- und Steuerungstasten stört. Aber sonst wirkt die Verarbeitung hochwertig.
Bedienung
Optisch auf das Gerät abgestimmt, ist die typische Nokia Menüführung. Das sieht ordentlich aus, nur bei Darstellung von Gitterformen wirkt das Hauptmenü auf Grund des unruhigen Hintergrunds etwas unübersichtlich aus. Dem entgegen schaut die Listendarstellung deutlich besser aus. Die Menüs reagieren etwas langsam, doch mit ruhiger Hand gibt es keine Probleme und auch ohne Bedienungsanleitung ist es leicht sich zur Recht zu finden. Auch die Navigation per Zifferntastatur und ein frei gestaltbares Menü, für die wichtigsten Funktionen, sorgen für eine gute Bedienung.
Akustik
Im Akustikbereich konnte das 7200 nicht voll überzeugen. Aber am Handy selbst ist der Klang in Ordnung, auch lässt sich das Handy in lauter Umgebung nutzen, allerdings stört ein Rauschen. Über das Festnetz klingt der Anrufer des 7200 dumpf und blechern. Der integrierte Freisprecher ist zu gebrauchen.
Bemerkung
Durch seine umfangreiche Ausstattung überzeugt das 7200, sowie durch seine
komfortable Bedienung. So viele Funktionen in leicht bedienbarer Form bietet derzeit kaum ein Klapphandy.
Komfortable Telefon-, Nachrichten- und Daten-Funktionen, ein ausdauernder Akku und eine gute VGA-Kamera, mit dieser Ausstattung lässt das 7200, mit Ausnahme des Motorola V600, die übrigen Klapphandys hinter sich.